eboren in Brasilien, wuchs A. v. Treuenfels auf einer Farm in Rolândia/Paraná auf.

Nachdem er zunächst als diplomierter Agronom einige Jahre tätig war (Südamerika, Afrika) fasste v. Treuenfels den Entschluss, seinen ursprünglichen künstlerischen Neigungen nachzugehen, und schrieb sich 1983 in die Kunstakademie "Escola Panamericana de Arte" in São Paulo ein, wo er für seine Arbeiten die Ehrenurkunde 'Menção Honrosa' erhielt.

Die darauf folgenden Jahre befasste sich A. v. Treuenfels intensiv mit der Malerei und beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen in Brasiien.

Eine Einladung von Rudolf August Oetker, seine Bilder in Baden-Baden auszustellen, führte ihn nach Deutschland. Seit 1993 hat A. v. Treuenfels sein Atelier in Hamburg und wurde im Jahr 2000 Mitbegründer und aktives Mitglied der 'Künstlerallianz Fachwerk'.

 

Lima (latein: Feile, ausfeilen, künstlerisch ausarbeiten)

 

Geheimnisvolle Gestalten und fabelähnliche Wesen treten aus der einheitlichen Tönung ihrer Grundsubstanz. Durch eine dichte, formlose, aber alles hergebende Masse tauchen sie in das lebendige Diesseits von Licht und Farbe. Das Auge des Betrachters geht auf Entdeckungsreise, findet Träume und lustwandelt wie in einer paradiesischen Vorzeit – alternierendes Sehen zwingt zum Hinschauen, zur Imagination.

Nicht nur Erinnerungen sind es, die hier festgehalten werden, sondern vielmehr Gegenentwürfe zu einer hoch technisierten Welt. Sehnsüchte nach Ausgleich, nach einem idealen Urzustand, der, durch die Gleichberechtigung zwischen Mensch und Natur, Versöhnung schafft.

Hier erwacht aus der Tiefe des Unbewussten die Rückbesinnung auf die ‚Kreatürlichkeit’ unseres Daseins. Der Mensch wird mit sich selbst, mit seinem widersprüchlichen Wesen konfrontiert.

Der Stier symbolisiert die Mutter Erde, die alle Anlagen der Schöpfung in sich bereit hält, durch Kraft, Beständigkeit und eine alles duldende Belastbarkeit. Der als Tanz inszenierte Kampf zwischen Stier und Mensch vergegenwärtigt die partnerschaftliche und zugleich feindliche Beziehung zwischen Natur und Zivilisation.

Das Experiment des Künstlers besteht in der Grundierung, die in beliebig schwungvollen Spachtelbewegungen aufgetragen, Unbewusstes mit einfließen lässt. In seiner intuitiven Spurensuche verwandelt er die hinterlassenen reliefähnlichen Strukturen durch Pinselstrich und Farbe in magische Gestalten.

Der in Vexierbildern phantasievoll gezeichnete Wechsel von Mensch und Tier, Element und Geschöpf, kennzeichnet die Signatur des Künstlers.

 

 

 

 

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